Frau Kayser und Herr
Brandes, beide Lehrer der Gesamtschule, haben
gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern des
Naturwissenschaftskurses der damaligen zehnten
Klassen zu Beginn des Schuljahres 2008/09 ein
Konzept erarbeitet. Es beschreibt Ideen zur
nachhaltigen Verbesserung der
Umweltverträglichkeit an der Schule.
Dieses Konzept wurde im Laufe des Schuljahres in
die Tat umgesetzt.
Frau Kayser erzählt stolz, wie aus dem
unscheinbaren Teich, der allmählich zu verkommen
schien, ein naturnahes Beobachtungsmedium für
die Schüler wurde, was sich nun hervorragend
für den naturwissenschaftlichen Unterricht
eignet. Dazu wurde der Teich gereinigt,
mit Pflanzen bestückt und an den Teichrändern
mit Gehwegplatten befestigt. Natürlich ging auf
diesem Wege die Natürlichkeit des Teichrandes
verloren, gesteht sie ein, aber die Schüler
treten nun nicht mehr die Böschung bei
Beobachtungs- und Reinigungsaufgaben kaputt.
So wurde eine Grundlage für ein funktionierendes
Ökosystem auf dem Schulhof geschaffen. Davon
profitiert nicht nur der dort stehende Baum,
sondern auch die Lotuspflanze im Teich.
Frau Kayser berichtet ebenfalls,
dass sich Lebewesen wie beispielsweise Libellen
an dem Gewässer angesiedelt haben. Das spricht
doch von einer sachgerechten Teichgestaltung. Zu
diesem Zweck wurde ebenfalls eine Kompostanlage
eingerichtet. Hier werden die Abfälle, die bei
der Teicharbeit anfallen, entsorgt. Die Schüler
haben sich im Laufe des vergangenen Schuljahres
mit dem Prozess der Kompostierung
auseinandergesetzt und sich so tiefere
Erkenntnisse über den Sinn der natürlichen
Abfallverwertung erschlossen. In diesem Jahr
arbeiten die jetzigen zehnten Klassen weiter an
dem Konzept des Kompostierens und der
nachhaltigen Teichpflege, sodass die erreichten
Ziele weitergeführt und verbessert werden
können.
Auch in diesem Schuljahr möchte
sich die Schule wieder um die Auszeichnung
bemühen. Die Bewerbungsfrist für das neue
Schuljahr 2009/10 läuft und an einem Konzept mit
dem Themenschwerpunkt Klimaschutz / Klimawandel
wird bereits gearbeitet. Inwieweit die
Fotovoltaikanlage hierfür genutzt werden kann,
steht noch zur Diskussion.
Durch den Unicef-Spendenlauf im Juni diesen
Jahres konnte nicht nur für einen guten Zweck
Geld erlaufen werden, sondern auch für die
Fotovoltaikanlage. Das Geld soll genutzt werden,
um die Anlage zu warten und zu erweitern.
Die Ausschreibung
Umweltschule in Europa / Internationale
Agenda-21-Schule ist eine Maßnahme der
Initiative Hamburg lernt Nachhaltigkeit. Die
Initiative bündelt und strukturiert die
Hamburger Aktivitäten zur Unterstützung der
Weltdekade Bildung für eine nachhaltige
Entwicklung (BNE) 2004 bis 2014.
Silvia Holländer
Mehr zum Umweltschule 2008 - hier
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